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  • 17.08.2017
  • Peter Bachmann
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Gesünder Bauen > Grundlagen

Wertvolle Lektüre zum gesünderen Bauen und Wohnen

Seit 15 Jahren befasse ich mich mit gesünderen Gebäuden und geprüften Baustoffen. Seit ebendiesen 15 Jahren nutze ich die umfassenden Angebote und Leitfäden des UBA als wertvolle Lektüre und Wissensschatz. Seit einigen Monaten beobachte ich eine neue Form der Kommunikation der Bundesbehörde. Viele Jahre wurden wertvolle Leitfäden mit guten Hinweisen verfasst und veröffentlicht. Nach meinem Geschmack mit viel zu wenig Beachtung in der Bevölkerung und Presse. Seit jedoch das EuGH der Bundesrepublik Deutschland ein eigenständiges Qualitätsmanagement für Baustoffe im Sinne der Gesundheit verboten hat, werden die Publikationen des UBA nach meinem Gefühl wesentlich deutlicher und die sonst so diplomatische Sprache ist wesentlich deutlicher geworden. Ähnlich ist es mit dem VDI, dem Verein Deutscher Ingenieure. Hier liegt der Fokus naturgemäß auf technischen Aspekten. Aber ohne Technik und ohne Ingenieure ist es mit dem gesünderen Bauen, Sanieren und Wohnen nicht weit her.

Ich möchte euch die beiden Publikationen des UBA "Schwerpunkte 2017" und VDI "Agenda_Luftqualität in Innenräumen" dringend als Lektüre empfehlen. Auf der Seite 32 des Schwerpunkte des Umweltbundesamtes gibt Herr Dr. Plehn einen sehr wertvollen und offenen Einblick in die aktuelle Situation durch das EuGH – Urteil für die Baufamilie. Auch auf den Seiten 22 – 31 wird ein guter Überblick zu den Risiken von schlechten Baustoffen und Gebäuden gegeben.

UBA Schwerpunkte 2017   VDI Innenraumluft

Jeder ist für die Gesundheit zuhause selbst verantwortlich

Im Vorwort und in der Einleitung der VDI – Agenda finden sich überraschend deutliche Worte für die Risiken ungesunder Gebäude gefunden. Zentrale Botschaft ist die persönliche Verantwortung des Verbrauchers für die gesundheitliche Qualität seiner Produkte und seiner 4-Wände. Man muss genauer hinschauen, ob man Produkte oder gleich ein ganzes Haus kauft. Der Staat hilft und an dieser Stelle vorerst nur rudimentär.

Meine Hoffnung geht in Richtung Baustoffhandel und großer Investoren. Der Baustoffhandel kann den Bauherren ein Regal mit „sauberen“ Produkten anbieten. So kann der Bauherr alle erforderlichen Produkte schnell und sicher identifizieren und muss nicht Experten für brauchbare und unbrauchbare Zertifikate werden. Die großen Investoren wie Kirchen und Kommunen können die Verantwortung für gesundheitliche Qualität in Gebäuden übernehmen und somit Druck auf die Hersteller ausüben, dass diese sich weiterhin motiviert fühlen um gesündere Produkte zu entwickeln und zu fairen Preisen im Markt zu platzieren.

Peter Bachmann

Bachmann, Presse und PR

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