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  • 22.05.2017
  • Volker Lehmkuhl
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Renovieren > Fußboden

Als Mieter Fußboden austauschen - Wer zahlt?

Generell gehört nach Auskunft des Deutschen Mieterbundes die Erneuerung des Fußbodens, das Abschleifen lassen oder Versiegeln des Parketts nicht zu den Schönheitsreparaturen oder Renovierungsarbeiten, die auf die Mieter abgewälzt werden können.

Hat der Mieter nach Abschluss des Mietvertrages den Fußbodenbelag jedoch selbst verlegt oder legen müssen, darf er diesen natürlich jederzeit austauschen. Wurde der Bodenbelag vom Vermieter verlegt, ist er für die "Sanierung" des Teppichbodens verantwortlich. Ist der Teppichboden abgenutzt und verschlissen, muss der Vermieter ihn ersetzen. Will der Mieter von einem Belag zu einem anderen wechseln, etwa von Teppichboden zu Laminat oder Parkett, braucht er das Einverständnis des Vermieters. Der Vermieter kann die Zustimmung verweigern.

Teppichboden auf Parkett?

Teppichboden auf Parkett darf verlegt werden, das ist zunächst einmal kein Problem, so der Mieterbund. Als Mieter müsst ihr aber wissen, dass der Vermieter einen Anspruch darauf hat, die Mietsache, also die Wohnung, im ursprünglichen Zustand zurückzubekommen. Spätestens bei der Rückgabe der Wohnung muss der Teppichboden also wieder raus, wenn der Vermieter dies wünscht. War der Teppichboden auf dem Parkett verklebt, kann das problematisch werden. Auch wenn ihr Laminat auf Parkett verlegen wollt, solltet ihr im Zweifel die Zustimmung des Vermieters einholen. Hier können Probleme mit extremem Trittschall auftreten, sprich in der Wohnung darunter hört man jeden Schritt.

Volker Lehmkuhl

Redaktionschef

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