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  • 27.03.2017
  • Volker Lehmkuhl
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Gesünder Bauen > Schadstoffe

Müffelnde, ältere Fertighäuser: Die Ursachen

In älteren Fertighäuser der 1970er und 80er Jahre herrscht manchmal ein penetranter Geruch nach Schimmel oder auch Mottenkugeln, der einfach nicht weg geht.

Muffige Gerüche in alten Fertighäusern lassen sich gleich auf mehrere Ursachen zurückführen. Neben Schimmel, der durch die altersbedingte Setzung der Dämmstoffe in den Wänden und dadurch hervorgerufene Wärmebrücken entsteht, ist ein häufiger Hauptverursacher Chloranisol. Dieses entsteht durch die mikrobielle Zersetzung von Holzschutzmitteln, die zur Bauzeit Vorschrift waren. Chloranisol ist zwar nicht giftig, aber die Sanierung der Geruchsbelastungen sind sehr teuer, da komplette Bauteile ausgetauscht werden müssen: Angesichts der hohen, allerdings im Einzelfall zu kalkulierenden Kosten, stellt sich die Frage, ob ein Abriss und Neubau in solchen Fällen nicht die nachhaltigere Variante ist, auch wenn die Entscheidung hart (und teuer) ist.

Steht ein Haus mit einem solchen Geruch zum Verkauf, solltet ihr euch genau informieren beziehungsweise einen Gutachter beauftragen. Denn wie gesagt, den unangenehmen Geruch kann man nicht einfach weglüften! Und wenn man das Haus gekauft hat wie gesehen, oder besser gesagt wie gerochen, hat man es sicherlich schwer, seine Ansprüche gegenüber dem Verläufer durchzusetzen. Ausführliche Informationen zu Chloranisol finden sich auf der Seite der Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute.

Volker Lehmkuhl

Redaktionschef

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